Autor: Thomas Radetzki | 13.07.15, 14:17

Fundingschwelle erreicht! Das Crowdfunding geht weiter...

Wir sind überglücklich! Dank Eurer Unterstützung haben wir die Fundingschwelle von 23.500 € erreicht. Ein besonderer Dank an Rettet den Regenwald e. V., die uns mit Ihrer Spende in Höhe von 1110 Euro über die Schwelle getragen haben. All Eure Spenden helfen Prof. Menzel, 10 Bienenvölker mit Sensoren auszustatten und die Umweltspäher im Freiland zu erproben!

Das ist ein großer Erfolg, doch der Weg zu einer Landwirtschaft ohne hochgefährliche Pestizide ist noch weit. Die Uhr tickt. Im Dezember dieses Jahres wird die Zulassungsbeschränkung von drei Wirkstoffen aus der Gruppe der Neonicotinoide überprüft, die als besonders bienenschädlich eingestuft wurden und deshalb im Anbau von Pflanzen, die von Bienen beflogen werden, nicht mehr eingesetzt werden dürfen. Die Chemiegiganten haben bereits ihre gut geschmierte Maschinerie angeworfen, um diese Einschränkung zu Fall zu bringen. Das dürfen wir nicht zulassen!

Bitte lasst uns 45.000 € erreichen, damit Mellifera e. V. dafür kämpfen kann, dass die drei Wirkstoffe weiter verboten bleiben und darüber hinaus ein generelles und dauerhaftes Verbot aller hochgiftigen Neonicotinoide durchgesetzt wird!
Die Herstellerfirmen haben in der Zwischenzeit neue Neonicotinoide auf den Markt gebracht, die sie als „bienenfreundlich“ bewerben. Hierzu zählt insbesondere der Wirkstoff Thiacloprid von Bayer CropScience, der sich im Raps- und Obstanbau durchgesetzt hat. Die Forschung von Prof. Menzel hat ergeben, dass Thiacloprid das Navigationsvermögen und den Orientierungssinn von Honigbienen erheblich schädigt – entgegen der Behauptungen der Hersteller.

Im französischen Parlament wird bereits ein generelles Verbot aller Neonicotinoide verhandelt, die Nationalversammlung hat am 19. März 2015 bereits zugestimmt! Lasst uns im Sinne der Umweltspäher dafür sorgen, dass wir solch ein Verbot auch in Deutschland und möglichst auch in der gesamten EU durchsetzen! Die Forschungsarbeit von Prof. Menzel liefert hierzu die wesentliche wissenschaftliche Grundlage.

Je mehr Gelder zusammen kommen, desto besser können wir folgende Aktivitäten zum Schutz der Bienen voranbringen und finanzieren:

• Mit Öffentlichkeitsarbeit und juristischen Maßnahmen im Rahmen des Bündnisses zum Schutz der Bienen dafür kämpfen, dass die EU-weite Zulassungsbeschränkung der drei besonders giftigen Neonicotinoide weiter bestehen bleibt,
• Den öffentlichen Druck auf unsere politischen Entscheidungsträger erhöhen, um ein generelles Verbot aller Neonicotinoide in Deutschland und ganz Europa durchzusetzen!

Lasst uns gemeinsam den finanziell bestens ausgestatteten Chemiekonzernen ein Bein stellen, nach dem Motto: Biene sticht Chemiegiganten!

Mehr Informationen zu unserer Arbeit zum Schutz der Bienen findet Ihr unter http://www.mellifera.de/bienen-schuetzen


Herzliche Grüße
Thomas

Kommentare

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1 Kommentar(e) zum Eintrag vorhanden

1436795504 |

Sehr gern gespendet! In was für einer monetären Welt leben wir eigentlich? Wieso können sich finanzstarke Unternehmen eigentlich alles erkaufen? Sollte eine Zuassungsbehörde nicht viel kritischer sein? Oder sind "unsere unabhängigen" Behörden mittlerweile auch auf die Gelder aus der Wirtschaft angewiesen (eher rhetorische Frage!) ? Toll, wen man sieht, welche Geldsumme bereits eingesammelt werden konnte!