Projektübersicht

Crowdfunding erfolgreich beendet!

Gemeinsam haben wir es geschafft! Vom 16. Juni bis 05. August 2015 sind insgesamt 28.681 € zusammengekommen! 1.000 Dank dafür! Wer über den Schutz der Bienen vor Pestiziden und Gentechnik auf dem Laufenden bleiben möchte, findet aktuelle Infos auf www.mellifera.de/bienen-schuetzen/ und kann unseren Newsletter abonnieren (www.mellifera.de/newsletter). Hier werden wir auch über die Forschungsergebnisse von Prof. Menzel berichten.

Kategorie: Landwirtschaft, Ökologie + Umwelt

Stichworte: Bienen, Pestizide, Landwirtschaft, Natur, Forschung

Finanzierungszeitraum 16.06.2015 09:55 Uhr - 05.08.2015 23:59 Uhr

Realisierungszeitraum des Projektes: 2015 und danach

Worum geht es in diesem Projekt?

Um hohe Erträge zu erreichen, wird in der modernen konventionellen Landwirtschaft eine Vielzahl von chemischen Pflanzenschutzmitteln, sog. Pestizide, eingesetzt. Immer mehr Studien legen nahe, dass der Einsatz dieser Spritzmittel einen wesentlichen Einfluss auf den erschreckenden Rückgang der Artenvielfalt hat, den wir derzeit erleben.

Pestizide sind giftig – dafür wurden sie entwickelt! Sie vergiften unsere Gewässer, schädigen Insekten wie Bienen, Hummeln und Schmetterlinge, machen Amphibien unfruchtbar und reichern sich in der Nahrungskette an – mit verheerenden Folgen für die Umwelt und zum Schluss auch für uns selbst und unsere Kinder!

Wir fühlen uns von den Behörden nicht ausreichend geschützt. Die Agrarindustrie setzt enorme Gelder ein, um ihre Interessen auf Kosten der Lebensgrundlagen von #BieneMenschNatur durchzusetzen. Dem stellen wir uns mit diesem zivilgesellschaftlich und damit unabhängig finanziertem Crowdfunding Projekt entgegen!


 

Was sind die Ziele und wer die Zielgruppe?

Der international bekannte Neurobiologe Prof. Dr. Randolf Menzel von der Freien Universität Berlin hat mit Uwe Greggers Hightech-Messgeräte für Bienenstöcke entwickelt, die jetzt erprobt werden. Ein einziges Bienenvolk befliegt ein Areal von gut 30 Quadratkilometern. Auf Pestizide und andere Umweltbelastungen reagieren die hochsensiblen Bienen sofort. Die subtilen akustischen, vibratorischen und elektrostatischen Reaktionen der Bienen auf Pestizide werden im Bienenstock in Echtzeit erfasst, lokalisiert und über das Internet gemeldet.

Das langfristige Ziel ist es, ein deutschlandweites Netz von Umweltspäher-Stationen aufzubauen, die innerhalb von Minuten Alarm schlagen, wenn schädliche Pestizide ausgebracht werden. Mit dem Umweltspäher-Verfahren wird es möglich sein, derartige Belastungen zeitnah und mit großer räumlicher Auflösung zuzuordnen. Es ist zu erwarten, dass allein dadurch, dass das nicht mehr unentdeckt bleibt, manche gesetzliche und ungesetzliche Umweltbelastung unterbleibt.

Die Umweltspäher-Bienen von Prof. Menzel werden im Bündnis zum Schutz der Bienen und der weiteren Forschungsarbeit von Mellifera e. V. eine wesentliche Rolle spielen. Mit unserer Kampagne möchten wir alle Menschen ansprechen und erreichen, denen eine Landwirtschaft ohne Gift und der Erhalt der natürlichen Artenvielfalt am Herzen liegt.
 

Warum sollte man dieses Projekt unterstützen?

In Europa gelten mehr als die Hälfe aller Vogelarten und über 60 Prozent aller Amphibienarten als gefährdet. Tierarten wie der Feldsperling, der Laubfrosch, der Feldhase und zahlreiche Wildbienen- und Schmetterlingsarten werden immer seltener. Imker in Europa klagen seit Jahren über schwächelnde Völker im Sommer, wenn die Bienen eigentlich in Saft und Kraft stehen sollten. Es häufen sich die wissenschaftlichen Studien, die eine wesentliche Ursache in den Pestiziden sehen.

Mehr als 46.000 Tonnen hochgiftiger chemischer Pflanzenschutzmittel werden pro Jahr in Deutschland verkauft, gespritzt oder in unsere Böden eingebracht. Es ist Zeit, diesen Wahnsinn zu stoppen!

Mit Euren Spenden ermöglichen wir Prof. Menzel, sein Umweltspäher-Verfahren in einem ersten Freilandexperiment zu erproben und zu verfeinern. Seine Forschung trägt dazu bei, endlich objektive Daten zu liefern, die das tatsächliche Ausmaß der Pestizidbelastungen in Deutschland dokumentieren, damit auch unsere politischen Entscheidungsträger das Thema nicht länger ignorieren können!
 

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Die Einrichtung einer Messstation mit hochsensiblen Sensoren, welche die Signale der Bienen aufnehmen und über das Internet in Echtzeit zur Auswertung weiterleiten, kostet 2.350 Euro. Unser Ziel ist es, zehn Bienenvölker mit den Messgeräten auszustatten, also mindestens 23.500 Euro zu sammeln.

Wenn sogar noch mehr Spenden zusammenkommen, können wir mit Eurer Unterstützung weitere Aktivitäten zum Schutz der Bienen voranbringen:

::: Politisch und juristisch dafür kämpfen, dass das EU-weite Verbot von drei besonders giftigen Insektengiften aus der Gruppe der Neonicotinoide weiter bestehen bleibt,

::: Weitere Forschungsarbeit zur Bewertung der Effekte von Pestiziden auf den Gesundheitszustands von ganzen Bienenvölkern finanzieren,

::: Uns mit Lobby- und Kampagnenarbeit für ein generelles und dauerhaftes Verbot aller Neonicotinoide einsetzen, wie es derzeit im französischen Parlament verhandelt wird – Die Nationalversammlung hat am 19. März 2015 bereits zugestimmt!

Wir wollen mit Eurer Hilfe dafür sorgen, dass die Agrargifte von unseren Äckern verschwinden, und endlich die Gesundheit von #BieneMenschNatur über das Profitintresse der Chemiegiganten gestellt wird!

 

Wer steht hinter dem Projekt?

Hinter dem Projekt stehen Thomas Radetzki und sein Team bei Mellifera e. V., insbesondere Sarah, Erhard, Terra und Michael.

Mellifera e. V. ist seit 1985 als Pionier der ökologischen und wesensgemäßen Bienenhaltung aktiv und setzt sich für den Schutz der Honigbienen und anderer blütenbesuchenden Insekten ein. So koordiniert der Verein u. a. das Bündnis zum Schutz der Bienen, in dem sich deutsche und europäische Imkerverbände, Naturschutzorganisationen und ökologische Anbauverbände zusammengeschlossen haben.

Mit vereinten Kräften konnte das Bündnis im Jahr 2013 einen wesentlichen Beitrag zu einem vorübergehenden Verbot von drei besonders bienenschädlichen Wirkstoffen aus der Gruppe der Neonicotinoide leisten.

Prof. Randolf Menzel ist ein weltbekannter Neurobiologe, der das neurobiologische Institut an der Freien Universität Berlin leitet. Für seine Forschungen zur Gedächtnisleistung der Honigbienen wurde Prof. Menzel mit zahlreichen Preisen bedacht, etwa dem Gottfried-Wilhelm-Leibnizpreis der deutschen Forschungsgesellschaft.

 
FAQ, Links, weiterführende Informationen:
http://www.mellifera.de/biene-umweltspaeher-crowdfunding.html

Initiative »Bienen schützen«:
http://www.mellifera.de/bienen-schuetzen