Projektübersicht

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In der Flüchtlingsunterkunft Boostedt wollen wir in einer Projektwoche in den Sommerferien 2019 eine Traumwelt entstehen lassen. Unsere Idee ist es, einen Ort für Gefühle, Gedanken und Geschichten zu schaffen, an dem jeder seiner Fantasie freien Lauf lassen kann. Wir wollen groß denken und einen Spielort, von Kindern für Kinder gestaltet, entstehen lassen.
In der schulfreien Zeit sind zusätzliche Beschäftigungsangebote für die dort lebenden Kinder besonders wichtig.

Kategorie: Kunst und Kultur
Stichworte: Spiel, Sprachförderung, Kultur, Kunst, Kinder
Finanzierungs­zeitraum: 12.06.2019 12:44 Uhr - 19.07.2019 23:59 Uhr
Realisierungs­zeitraum: Sommerferien 2019

Worum geht es in diesem Projekt?

Die Traumwelt soll unter Anleitung und Hilfe von Künstler*innen, Pädagog*innen, Ehrenamtler*innen und Eltern von den Kindern selbst entworfen, umgesetzt und anschließend bespielt werden. Hier werden aus verschiedensten Materialien unterschiedlichste Dinge hergestellt, die viel Platz für Fantasie lassen und den Kindern ermöglichen, aus ihrer Alltagswelt auszubrechen.
Mit verschiedenen Stationen und kleineren Workshops werden die Kinder ermutigt, mit dem Material sowie der Technik frei zu arbeiten, mit der sie sich gerade wohl fühlen.
Hier soll Musik ohne Instrumente gemacht und Höhlen gebaut werden, großflächige Gemälde und eine Welt aus Pappkartons sollen entstehen. Wir wollen groß denken und einen Spielort, von Kindern für Kinder gestaltet, entstehen lassen.
Überdies soll die Möglichkeit bestehen, diese Traumwelt für einige Zeit oder sogar langfristig an dem Ort zu belassen.

Was sind die Ziele und wer die Zielgruppe?

Unser Projekt richtet sich an Kinder im Alter zwischen 6-12 Jahren, welche in der Gemeinschaftsunterkunft in Boostedt untergebracht sind. Auch Eltern dürfen hier mal wieder Kind sein und den Kindern unterstützend zur Seite stehen und Hilfestellung geben. Zudem haben sie hier die Möglichkeit untereinander in Kontakt zu kommen und sich auszutauschen.

Es wird das gemeinsame Ziel verfolgt, die Kreativität, die Sprache, das Selbstvertrauen, Wertschätzung und das Sozialverhalten der Teilnehmer*innen zu fördern.
Dabei möchten wir Möglichkeiten zu künstlerischen Ausdrucksformen eröffnen, um auf diesem Weg nicht nur zur Verständigungskompetenz in Deutsch beizutragen, sondern auch Wahrnehmungs-, und Ausdruckskompetenzen durch den künstlerischen Prozess zu fördern.

Warum sollte man dieses Projekt unterstützen?

Mit Eurer/Ihrer Unterstützung können wir den in der Flüchtlingsunterkunft Neumünster/Boostedt lebenden Kindern einen Spielort bieten, der selbst von ihnen geschaffen wurde. Hier haben sie die Möglichkeit, sich in einem geschützten Raum zu entfalten, spielerisch zu lernen und dabei ein Stück Normalität und Individualität zu erfahren.
Des Weiteren möchten wir das Bewusstsein für ein Miteinander stärken und den Austausch untereinander fördern.
Gemeinsam können wir den Kindern ein zusätzliches Beschäftigungsangebot in der schulfreien Zeit bieten und somit an einem Ort agieren, an dem dieser Ausgleich und Förderung benötigt wird.
Außerdem helft Ihr/helfen Sie uns direkt dabei, nicht nur das Leben der noch sehr jungen Teilnehmer*innen farbenfroher zu gestalten, sondern auch dieses Land für die Kinder ein stückweit bunter zu machen.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Mit dem Geld wollen wir in erster Linie Honorarkräfte aus den Bereichen finanzieren, die wir selbst nicht abdecken können (z.B. Expert*innen für Theaterpädagogik und Musik). Des Weiteren benötigen wir zusätzliche Materialien, die wir nicht als Spenden zur Verfügung gestellt bekommen wie etwa Farben, Holz, Papier, Stoffe etc.
Materialien wie Fingerfarben, Stifte etc sollen vor Ort bleiben, damit die Kinder auch nach der Projektzeit an ihrer Traumwelt weiter arbeiten können.
Auch Fahrt- und Transportkosten sollen anteilig über das Crowdfunding finanziert werden.
Bei einer Überfinanzierung können wir ein weiteres Projekt in den Herbstferien anbieten.

Wer steht hinter dem Projekt?

Das „Sprache-Kultur-Mobil“ ist ein integratives Projekt für Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund von Pädiko e.V. - Verein für pädagogische Initiativen und Kommunikation. Es wurde 2015 ins Leben gerufen und wird aus Mitteln des Sprachförderungs- und Integrationsvertrages Schleswig-Holstein gefördert sowie durch Spenden und Eigenmittel finanziert. Hier arbeiten Pädagogen/innen und Künstler/innen eng zusammen.

Im Projekt arbeiten pädagogische Fachkräfte mit besonderen Kompetenzen im Bereich der verschiedenen Künste, des Handwerks und der Sprachförderung. Unser Team des „Sprache-Kultur-Mobiles“ fährt mit zahlreichen unterschiedlichsten Materialien ganz verschiedene Einrichtungen in Schleswig-Holstein an, um hier mit überwiegend geflüchteten Menschen Hand in Hand zusammenzuarbeiten. Aktuelle Beispiele hierfür sind DaZ-Klassen und Zentren wie die Grundschule der Gemeinde Kronshagen und die Parkschule Gettorf, Gemeinden und Gemeinschaftsunterkünfte wie Selent, Neumünster, Boostedt und Rendsburg sowie ein Waldkindergarten in Schleswig und ein Jugendzentrum in Böklund.
Überall wird unser Projekt mit offenen Armen empfangen und findet schnell Anklang und Zuspruch.

Vor allem Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sollen sich von unseren Angeboten angesprochen fühlen und sich frei entfalten dürfen. Vorrangig geht es in dem Projekt um das Erlernen und den Austausch von Sprache mittels verschiedener Medien der Kunst und Kultur. In der Arbeit mit den Formen der Künste wie etwa der Musik, des Theaters, der Bewegung oder der Malerei können die TeilnehmerInnen ihrer Kreativität freien Lauf lassen.
Über das Projekt soll und wird ein offener Raum auf neutralem Boden geschaffen, um dem Austausch von Menschen unterschiedlichster Herkunft eine Plattform zu geben, was unsere TeilnehmerInnen dankbar annehmen. Sie schätzen insbesondere die Zeit, die wir mit ihnen verbringen. Es wirkt sich erfahrungsgemäß positiv aus, dass wir ihnen unser Gehör schenken und nebenbei die Möglichkeit geben, sich und ihre Talente in ein gemeinsames Projekt einzubringen, um dabei ins Gespräch zu kommen. Sie erzählen von sich, von ihrer Familie, ihrem Land und auch von ihren Sorgen und Ängsten. Immer wieder wird deutlich, von welcher Wichtigkeit die integrative Arbeit des „Sprache-Kultur-Mobils“ ist, denn neben dem kreativen Austausch erfolgt auch die gegenseitige Vermittlung von diversen Sprachen, Religionen und Kulturen. Hierbei wird klar, dass die Geflüchteten sich schnellstmöglich eingliedern wollen.

Viele lernen unglaublich schnell die deutsche Sprache und freuen sich, wenn sie bei uns gefordert und gefördert werden. In unserer Arbeit versuchen wir durch verschiedene Projekte, das Bewusstsein für die neue Umgebung der asylsuchenden Menschen zu schaffen sowie sie gesellschaftlich zu integrieren. Hier sind beispielhaft das Projekt „Selentspace“ in Selent, in dem mit Anwohner*innen ein Gemeinschaftsort gestaltet wurde oder der internationale Garten in der Flüchtlingsunterkunft in Plön zu nennen.
Unter anderem durch organisierte Ausstellungen der kreativen Arbeiten der Flüchtlinge oder auch Workshops zusammen mit deutschen Kindern und Jugendlichen soll die Bevölkerung in direkter Umgebung mit angesprochen werden und ein reger Austausch stattfinden.