Projektübersicht

Unterstützt uns bei der Einrichtung eines Freiraums, spendet für einen Raum zwischen Frage und Antwort. Helft uns, einen Zwischenraum, in dem Geist weht und wirkt, einzurichten. Das Kunstwerk POLEMOS von Andreas Angelidakis ist dafür die Basis.
Die Installation eröffnet Gruppen die Möglichkeit, eigenständig und eigenwillig Räume herzustellen, die es ermöglichen zu hören, zuzuhören, zu sprechen, auszusprechen, zu fragen, zu antworten, zu streiten, zu denken, die Idee zur Lösung zu finden.

Kategorie: Kunst und Kultur
Stichworte: Gegenwartsfragen, Integration, Inklusion, Forschung, Kommunikation
Finanzierungs­zeitraum: 29.03.2018 11:52 Uhr - 01.05.2018 22:00 Uhr
Realisierungs­zeitraum: Mai 2018
Worum geht es in diesem Projekt?

Das Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne und des Denkens, Schloß Freudenberg, eröffnet einen „Denkraum“ unter dem Schloßdach. Zentrales Instrument zur freien Raumgestaltung ist das documenta14-Kunstwerk POLEMOS (Athen/Kassel 2017) des griechischen Künstlers Andreas Angelidakis.

POLEMOS steht in der griechischen Mythologie für einen Dämon, die göttliche Verkörperung von Streit und Krieg. In POLEMOS verband Angelidakis die Idee der Demokratie mit der aktuellen Europafrage, gab in Form von 136 einzelnen Bauteilen einem Leopard-Panzer in Originalgröße Gestalt.

In unserem Denkraum kann jedes Modul kann zu Stuhl, Bank, Bühne, Tisch, Trennwand, Empore, … werden – alles ist möglich. Der Prozess beginnt mit der Frage: Welchen Raum brauche Ich für die Frage, die ich mitbringe? Wandelt sich die Frage, kann sich auch der Raum, das ‚Wie‘ im Zusammensein wandeln.

Eine Gemeinschaft zeigt sich im gemeinsamen Erschaffen. Begegnungen werden provoziert.

These: Es treffen immer mindestens zwei Vorstellungen, zwei Perspektiven aufeinander. Jede Stellung, jedes Hingestellte und Aufgestellte beeinflusst unsere Haltung, unsere Perspektive, unsere Position. Was wir auch tun, es braucht die Qualität der Gestaltung. Die Kunst ist der Maßstab.

Was sind die Ziele und wer die Zielgruppe?

Ziele

  • Die Ermöglichung einer freien Gestaltung von Raum, Begegnung und Dialog
  • Durch die eigene Mitgestaltung Verbindung, Verbindlichkeit entstehen lassen
  • Durch die gemeinsame Gestaltung – im gemeinsamen Schaffen – GemeinSchaft zu schaffen
  • Durch die Erfahrung als gestaltende Gemeinschaft die Basis für Dialog zu legen
  • Dialog zu ermöglichen, um Verhärtungen zwischen uns zu lösen: Leg’ Deinen Panzer ab


Zielgruppe

  • Alle Menschen von 3 bis 103
  • Menschen, die Gesprächsräume, Zukunftslabore und Denkwerkstätten fördern und daran teilhaben wollen
  • Jeder, der ein Zusammenkommen bei ‚null‘ – mit dem Stühle rücken – beginnen will
  • Jeder, der das ‚Zuhören und MiteinanderSprechen‘ als Problem und zugleich als Lösung betrachtet
  • Forschende in der Gesprächskultur und Kommunikationswissenschaftler: Wie wirkt unsere Position (liegend, stehend, erhöht, sitzend ...) auf unser Gespräch? Wie sprechen wir zukünftig miteinander?
  • Lehrer, Schüler und Übende in der zukünftigen Hör- und Sprechschule
Warum sollte man dieses Projekt unterstützen?

Damit gesichert ist, dass es bis 2072 einen für alle offenen Forschungsraum im Schloß Freudenberg gibt, der sich der Gegenwarts- und Zukunftsfragen widmet: Wie kommen wir miteinander ins Gespräch? Wie kommen wir in die gemeinsame Gestaltung?

  • Damit die sozialen Gegenwarts- und Zukunftsfragen einen Raum haben und darin entwickelt, erforscht und geschützt werden
  • Damit wir gemeinsam das ZuHören und MiteinanderSprechen üben können
  • Damit sich jeder als Gestalter von Raum und Dialog wahrnehmen kann
  • Damit wir üben können wahrzunehmen: Wie sprechen wir miteinander? Wie hören wir einander zu und schaffen es, ganz beim Anderen zu sein? Wie und welche Position beziehen wir? Wie stellen wir uns zu einem Thema? Wie bringen wir etwas zum Ausdruck? Welchen Raum brauche Ich? Welchen Raum braucht die Gruppe? Welchen Raum brauchen unsere Themen?
Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Das documenta 14-Kunstwerk POLEMOS von Andreas Angelidakis, Athen, kostet unseren unabhängigen gemeinnützigen Verein 50.000 Euro. 20.000 Euro können wir selbst tragen, 30.000 Euro wollen wir mit der Kampagne einsammeln.

Das Kunstwerk gewährleistet, dass wir einen Freiraum haben, in dem sich Gruppen dem ZuHören und MiteinanderSprechen widmen, in dem Menschen das Sprechen und Hören selbst zum erlebbaren Thema machen können. Sprechen, Hören und Schweigen finden ihren Platz – im Tun, im Prozess, während der Gestaltung und Nutzung des Raums und der 136 Module, aus denen POLEMOS besteht.

Mit diesem de- und rekonstruierbaren Instrument können wir auch in Eure Schule, Hochschule, Konferenz, Organisation und zu Eurem Parteitag kommen, um mit Euch bei Euch in die gemeinsame Gestaltung, ins Denken, Hören und Sprechen zu kommen.

Wer steht hinter dem Projekt?

Gesellschaft Natur & Kunst gem e.V. (seit 1993)
Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne und des Denkens, Schloß Freudenberg

Nach der Idee: „Sanierung = Heilung durch Kunst“

Auszüge aus unserer Satzung:

  • „Schloß und Park Freudenberg sollen eine Stätte der Begegnung sein, in der Menschen jeglichen Alters und jeglicher Herkunft mitwirken an der Beratung von Gegenwartsfragen. Hierfür soll ein Forum geschaffen werden, das den Dialog mit Menschen aus unterschiedlichen Interessens-, Meinungs und Glaubengruppen sucht und pflegt.“
  • „Schloß und Park sollen eine Begegnungsstätte der Künste sein. Zugleich sollen die Zusammenhänge zwischen Kunst und sozialer Frage im Sinne des erweiterten Kunstbegriffs erlebbar und erfahrbar gemacht werden.“


POLEMOS schafft für jede Art von Begegnung eine Bühne.

Die Begegnung selbst gelingt nur, wenn ich beginne.


Hotline zum öffentlichen Spendenbüro: 0611 41 101 35
Email: philip.haas@schlossfreudenberg.de