Autor: Andrea Geser-Novotny | 20.11.19, 15:31

Ein kleiner Einblick in die Arbeit vor Ort...

Ihr Lieben, damit ihr ein bisschen einen Einblick in Bubus Schultag bekommt, wollte ich Bubus Bericht von letzter Woche mit euch teilen.

"Heute fühle ich mich sehr geliebt. Mein Tag begann in frisch geschenkten Schuhen mit denen ich an die Schule lief. Da ich letzte Woche krank war und leider nicht kommen konnte wurde ich den ganzen Vormittag über mit strahlenden Gesichtern empfangen, egal wen ich traf jeder fragte mich: Bubu wo warst Du letzte Woche? Ich hab Dich vermisst. Das tut so gut zu wissen, dass man vermisst wird!
Ich habe heute deshalb sehr viele Klassen besucht, vor allem im Unterricht. Da durfte ich wieder viel lernen, in der VKL haben wir Geschichten über Bubu erfunden und diese nachgespielt, da wurde als Prinzessin getanzt, Frösche nicht geküsst und irgendwie fand Bubu nie den richtigen Mann in den Geschichten.
Als ich gerade in der zweiten Klasse schwierige Wörter nach Silben trennen musste und ein Geburtstagslied für ein Mädchen sang klopfte es an der Tür und drei Fünftklässler baten mich doch bitte mit ihnen in die Klasse zu kommen.
Auf dem Weg dorthin erzählten sie mir, dass es die Klasse gerade ganz heftig trifft, einer zieht weg und verlässt dadurch die Klasse und eine hatte einen Asthmaanfall im Sportunterricht und sei jetzt sehr traurig. Ohje. Das war echt krass. In der Klasse atmeten wir alle zusammen für das Mädchen einige Male tief durch. Und dann brauchte es ersteinmal ein "wem geht es am schlimmsten- Battle"... Einer nach dem anderen ging nach vorne und begann mit dem Satz: "mir geht es heute wirklich beschissen, weil..." Die Lehrerin fing an und erzählte, dass sie gar keine Pause hatte und dadurch nichts essen konnte und jetzt ziemlich starken Hunger deswegen hatte.... Ohje. Das war schon echt hart- also Hunger musste man erstmal überbieten- ich dachte dass das fast nicht möglich wäre... Aber da hatte ich mich getäuscht... Das war wirklich ein harter Kampf um den Sieg darüber wen es am schlimmsten- getroffen hat... Am Ende gab es einstimmig einen eindeutigen Gewinner und unter einem gemeinsamen großen Seufzer wurde er gekürt! Trotz all den besch... Situationen die aufgezählt wurden hatten wir auch Spaß und lachten viel!
Ich begleitete das Mädchen mit Atemnot dann mit zwei Klassenkameradinnen noch ins Sekretariat um zu Hause anzurufen. Vor der Klassenzimmertüre streckte ich die Arme in die Höhe um einige Male nochmals tief durchzuatmen, auf macht mit, sagte ich und die drei Mädels streckten ihre Hände in die Höhe und atmeten tief durch. Das sah so lustig aus, wie wir zu viert gemeinsam schnauften, dass wir alle in schallendes Gelächter ausbrachen und ich ein zuvor sehr trauriges Mädchen mit einem Lächeln auf dem Gesicht und strahlenden Augen verabschiedete um weitere Klassen zu besuchen."

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