Projektübersicht

Erfahrungen mit demokratischer Ideenfindung sind rar. Diesem Projekt geht es darum, Flüchtlingen, die in der Lausitz versuchen Fuß zu fassen, eine ganz konkrete Mitwirkung einzuräumen, um sich mit ihren Ideen in die Zukunfts-Chancen der Region einzubringen. Sie werden auf Augenhöhe integriert in ein Netzwerk von Engagierten aus Moderation und Bürgerbeteiligung, aus Sozialer Arbeit und Organisationsentwicklung.

Kategorie: Zivilgesellschaft

Stichworte: Migration, Basisdemokratie, Engagement, Flüchtlinge, Partizipation

Finanzierungszeitraum 17.03.2016 11:57 Uhr - 04.05.2016 23:59 Uhr

Realisierungszeitraum des Projektes: Zwei Wochen

Worum geht es in diesem Projekt?

Neben vielen Anstrengungen um Unterbringung von Flüchtlingen und Sicherung ihrer Akzeptanz in der Öffentlichkeit wollen Mitglieder des Netzwerks von Zukunftswerkstätten eine offene Einladung an geflüchtete Menschen aus Krisengebieten aussprechen, am Jahrestreffen der Zukunftswerkstätten vom 5. bis 8.Mai teilzunehmen.
Im Thema „Kommen und Bleiben – Ende der Flucht?“ wollen wir nicht über Flüchtlinge reden, sondern Erfahrungen teilen und miteinander lernen.

Was sind die Ziele und wer die Zielgruppe?

Wir wollen 8 bis 10 geflüchteten Menschen, die in der Lausitz leben,

  • Wertschätzung und Aufmerksamkeit geben,
  • ihnen ermöglichen die Geschichte und Gegenwart der Lausitz kennen zu lernen und
  • vor allem ihnen Demokratieerfahrungen ermöglichen in einer Zukunftswerkstatt. Dies ist für uns die ideale Arbeitsform, um sich aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln mit anderen Menschen auf spannende Art und Weise auszutauschen.


Damit praktizieren wir gesellschaftliche Teilhabe, um sich gemeinsam zu stärken und Zukunfts-Chancen zu erkennen. Im Dialog und kreativ kommt auf den Tisch, was es zu sagen gibt. Die Teilnehmenden entwickeln Visionen und Handlungsansätze, die sie dann in ihrem Wirkungskreis umsetzen wollen.

Warum sollte man dieses Projekt unterstützen?

Jede positive Demokratie-Erfahrung, jede persönliche Begegnung ist wichtig! Unser Projekt trägt dazu bei, dass sich geflüchtete Menschen sicherer und willkommen fühlen in Deutschland. Uns ist wichtig, dass sie sich als Handelnde erfahren.
Das Jahrestreffen der Zukunftswerkstätten ist ein selbstorganisiertes Treffen, das seit 30 Jahren an verschiedene Orte wandert und von Menschen ehrenamtlich vorbereitet und durchgeführt wird. Hier treffen sich Menschen, die sich für gesellschaftliche Teilhabe, Partizipation und Bürgerbeteiligung einsetzen.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Wir decken mit dem Geld die unbeschwerte Teilnahme von 7 oder mehr Flüchtlingen aus der Lausitz ab. Denn für einen Platz benötigen wir minimal 125,00 €.
Programmpunkte des Treffens sind:

  • ein Erzählsalon
  • eine geführte Bus-Exkursion durch die Lausitz. Sie hat den gesellschaftlichen Wandel zum Thema und Verbindet die Orte und Themen Arbeit, Wohnen, Umwelt mit den Menschen, die hier leben und zukünftig leben wollen
  • ein Konzert mit dem Gundermann-Interpreten Christian Völkel aus Hoyerswerda
  • eine Zukunftswerkstatt unter der Frage „Wie können Wandel und Neubeginn mit gesellschaftlicher Teilhabe gestaltet werden?“
  • eine Ausstellung zu 30 Jahren Zukunftswerkstätten

Finanziert werden: Verpflegung während der Tagung, Exkursion (Bus) mit Führungen und Mittagessen, Aufwände für Übersetzungen, Fahrtkosten zwischen Tagungsort und Wohnort der teilnehmenden Geflüchteten, persönliche Einladung.

Wer steht hinter dem Projekt?

Das Vorbereitungs- und Einladungsteam für das 30. Jahrestreffen der Zukunftswerkstätten:

  • Petra Eickhoff aus Köln steht als Gesellschafterin der parto gUG – Partizipation und Organisationsentwicklung für die Realisierung des Crowdfunding-Projektes. Sie ist auch Vorstand des Zukunftswerkstätten - Verein zur Förderung demokratischer Zukunftsgestaltung.
  • Lutz von Grünhagen aus Cottbus und Fritz Letsch aus München gehören seit vielen Jahren zum Netzwerk.
  • Marion Piek und Katrin Rohnstock aus Berlin haben das Jahrestreffen in die Lausitz geholt, da sich Zukunftwerkstätten wunderbar mit ihrer Biografie-Arbeit verbinden lassen. Sie koordinieren und leiten das laufende Projekt „Lausitz an einen Tisch“.
  • Stephan G. Geffers aus Köln unterstützt das Projekt durch sein Engagement zur Vernetzung in den sozialen Netzwerken.